Strahlentherapie MTK

Dr. med. Bodo van den Wyenbergh
Arzt für Strahlentherapie | Palliativmedizin
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Geschichte der Strahlentherapie

Die Röntgenstrahlen wurden 1896 von Prof. C. Röntgen entdeckt.

Er nannte diese Strahlen X-Strahlen. So werden sie auch heutzutage noch im englischen Sprachraum genannt. Da das medizinische Wissen zur damaligen Zeit noch nicht so umfangreich war wie heute und therapeutische Möglichkeiten bei den meisten Krankheiten nicht zur Verfügung standen, wurden die Röntgenstrahlen bei vielen Erkrankungen eingesetzt.

 

Eine der ersten Berichte über die Therapie mit X-Strahlen bei gutartigen Erkrankungen ist aus dem Jahr 1897. 

Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurden bösartige Tumore (Krebs) mit Röntgenstrahlen behandelt. Da man damals allerdings sehr wenig über die physikalischen und biologischen Wirkungen der Röntgenstrahlen, als auch ihrer Spätwirkungen, wusste, sind im Laufe der Zeit erhebliche Schäden aufgetreten.

Diese Spätfolgen aus der Anfangszeit haben die Strahlentherapie bis heute in ihrem Ruf sehr beeinträchtigt.

 

Heute sind die physikalischen, biologischen und zeitlichen Strahlenwirkungen gut bekannt. Mit den zur Verfügung stehende Therapiegeräten und Planungssystemen können die Strahlenwirkungen und Nebenwirkungen vorher genau berechnet und vorhergesagt werden bzw. vermieden werden.

 

Deshalb ist die Strahlentherapie aus der Behandlung von bösartigen Erkrankungen nicht mehr weg zu denken. Im Gegenteil, sie kann sogar genauso gute und in speziellen Fällen bessere Therapieergebnisse erzielen als eine Operation.

Einsatz bei gutartigen Erkrankungen

Auch gutartige Erkrankungen (z. B. Arthrose, Fersensporn usw.) werden seit etwa 100 Jahren mit Erfolg bestrahlt. 

Die Basis hierfür stammt aus den 30iger Jahren des 20. Jahrhunderts.

 

In den 60iger Jahren hat man schließlich die antiphlogistische Röntgentherapie zu Gunsten der medikamentösen Therapie mit NSAR (z. B. Ibuprofen) verlassen. Seit etwa 20 Jahren besinnt man sich jedoch wieder auf dieser Therapie.

Gute Therapieerfolge durch eine Röntgenbestrahlung sind auch bei Patienten möglich, bei denen andere Therapien vorher erfolglose waren.

 

Als Dosierungschemata sind mehrere Möglichkeiten bekannt. Meist werden kleine Einzeldose (max. 1 Gy) in 6 bis 9 Fraktionen innerhalb 2 bis 3 Wochen verabreicht. Der klinische Erfolg einer Schmerzlinderung tritt in der Regel mit etwas Verzögerung nach ca. 6 bis 8 Wochen ein.